Ja, meine Schwangerschaft verlief an sich nahezu beschwerdefrei. Aaaaaber: Die Schwangerschaftsdiabetes hat mich Nerven gekostet. Erstens weil ich mir einbilden darf, mich durchaus ausgewogen zu ernähren. Zweitens, weil sie trotz Essensplan einfach nicht in den Griff zu kriegen war. An dieser Stelle hat mein Körper nicht mitgespielt.

In den letzten drei Monaten habe ich also strikt nach Plan gegessen, der in meinem Fall so aussah: Joghurt zum Frühstück, Joghurt zwischendurch und Joghurt als Betthupferl. Joghurt ging bei uns in den letzten Monaten literweise weg. Zum Mittag und zu Abend haben wir natürlich ordentlich gekocht und ausprobiert was geht. Mit der Zeit haben wir ein paar Standard-Rezepte entwickelt, mit denen ich gut leben konnte.

Aber wie das so ist, wenn man nicht darf, findet man alles andere viel interessanter. Der Gedanke, sich abends müde und platt vom schwanger sein eine Pizza in den Ofen zu schieben, war noch nie so verlockend wie jetzt. Öffnet jemand eine Tüte Süßigkeiten, läuft mir das Wasser im Mund zusammen, dabei bin ich im „normalen“ Leben gar nicht so versessen darauf. Der trockene Keks, den ich abends zu meinem Joghurt esse, wird zum Highlight des Tages. In meinem Kopf entsteht eine stetig wachsende Liste an Lebensmitteln, die ich nach der Schwangerschaft unbedingt essen will. Das essen zu können, worauf ich gerade Lust habe, ohne an Kohlenhydrate und Blutzucker zu denken, lässt mich voller Vorfreude auf die Zeit nach der Geburt blicken.

Im Moment stehen auf der Liste:

Alle möglichen Sorten von Lakritze und Haribo
Die leckere Pizza vom Italiener
Die Tiefkühlpizza für auf die Schnelle
Sushi
Eis
Croissants
Weißbrot
Hamburger (ohne darüber nachdenken zu müssen ob das Fleisch wirklich gut durch ist und mit leckerem Bäcker-Burger-Brot)
Limonade
Cola
alkoholfreies Bier (ich möchte ja gerne Stillen)
Kuchen, Teilchen und sonstige Spezereien vom Bäcker
Bocadillo con Jamón
Obst so viel ich mag

Ob ich nach der Schwangerschaft wirklich so viel Lust darauf habe? Ich bin gespannt!