Corona

Ich denk an Dich

Seit ich meine Lieben in Deutschland so lange nicht gesehen habe, habe ich viele wunderbare Pakete und Päckchen bekommen: Von einer Arbeitskollegin, von meiner Tante, von der besten Freundin, von meinen Eltern, zum Kindergeburtstag, zu Ostern, als Quarantäne-Gruß. Bei WhatsApp schicken wir Fotos hin und her, wir telefonieren mit und ohne Video. Es kommen mal besorgte Anrufe von der Familie (wenn Spanien mal wieder Risikogebiet wird) oder Fragen von den Kollegen, kleine, liebe Mails. Kunden wünschen alles Gute und hoffen, dass wir alle gesund bleiben. Mit meinen Freunden hier fragen wir auch viel häufiger nach: Wie geht es Dir? Cómo

Corona, Leben in Spanien

Schon wieder Corona

Corona hat uns umzingelt und fiel nicht mit der Tür ins Haus, es tröpfelte nach und nach herein, zumindest schien es so am Samstag. Erst hat es Junikind erwischt, dann den Mann und Petita hat auch Symptome – nur ich bin erneut negativ getestet und somit offiziell immun.

Corona, Leben in Spanien

Keine weiteren Vorkommnisse

Wenn man so viel alleine mit sich und dem Virus ist, muss man ganz schön aufpassen, nicht aus jedem Zwacken ein Symptom zu machen. Schmerzt mir der Rücken vom der wenigen Bewegung oder ist das die Lunge? Ist da ein Halskratzen? Einen Schreckmoment habe ich beim essen, bis ich mich erinnere, dass mein Mann kaum (oder kein) Salz zum Kochen verwendet. Heute bekam ich ein ganz wunderbares kleines Paket von einer Freundin mit leckerstem Lakritz, das genauso schmeckt, wie es soll. Das Halskratzen habe ich gefühlt seit März. Also durchatmen, nicht verrückt machen und einen Tag nach dem anderen abhaken.

Corona, Leben in Spanien

Isolation Tag drei und vier.

Heute ist fast nichts passiert, ein Glück, der gestrige Tag muss bei uns allen noch sacken. Sich von der Familie so lange zu isolieren und jedes Lachen, aber auch jedes Weinen hinter der Tür zu hören ist nervenaufreibend. Gestern ist dann noch Petita mit großem Rums unsere lange Eingangstreppe runtergefallen. Anderthalb Stockwerke mit Überschlag. Ich dachte erst, meinem Mann wäre ein Koffer (was einem so in den Kopf kommt…) heruntergefallen, so laut war das. War aber das Kind. Und ich sitze im Zimmer und höre beide Kinder weinen und würde eigentlich sofort rausstürmen, versuche aber durchzuatmen und denke/hoffe, wird schon

Corona, Leben in Spanien

Tag zwei in Quarantäne

Ich habe lange geschlafen und habe dann noch ein bisschen im Bett gelegen, bin aber spät eingeschlafen. Mein Mann stellt mir Frühstück vor die Tür, die Kinder stehen hinten im Flur und linsen herein und winken. Im Schlafzimmer habe ich einen Kissenbezug mit Wäsche gefüllt, er ist eigentlich schon voll, nach einem Tag: Muss man jetzt wirklich alles waschen? Pyjama, Anziehsachen? Bettwäsche? Kann man sich darüber irgendwie vermehrt infizieren, die Viruslast erhöhen? Oder sind das reine Vorsichtsmaßnahmen? Ich packe meinen Pyjama und die Sachen von gestern dazu. Nach dem Duschen wische ich nochmal ein bisschen alles mit Desinfektionsmittel ab, auch

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Achterbahn

Eigentlich fehlen mir die Worte und dann sprudelt es aus mir heraus, sobald jemand fragt, wie es uns geht. So viel ist passiert. Die Ausgangssperre. Sechs Wochen in der kleinen Wohnung mit den dreijährigen Zwillingen. Das abendliche Klatschen. Der Blick auf das Altenheim gegenüber und die Pflegerinnen, die uns Mut zuriefen. Der Geburtstag von meinem Freund, der Kindergeburtstag mitten in der Ausgangssperre. Das bedrückende Gefühl, als ich das erste Mal wieder draußen war, in einer neuen Welt voller Masken, mit Schlangen vor den Geschäften und Menschen mit Angst in den Augen. Und trotz allem auch lustige Momente, dank der Kinder,

Leben in Spanien

Der ewig lange spanische Sommer…

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, dabei habe ich gedanklich gerade erst Abschied vom Sommer genommen. Der Herbst war bis letzte Woche so mild, dass wir erst vor ein paar Tagen die dicken Jacken rausgeholt haben (und es sind nur 15 Grad, die sich aber echt sehr kalt anfühlen!) Der hiesige Herbst war also eher ein sehr langer Spätsommer, mit viel blauem Himmel und wenig fallenden Blättern. Manchmal wünsche ich mir fast ein paar Regentage hintereinander, statt dieses zaghafte Getröpfel ab und an. Aber das ist eine andere Geschichte. Zurück zum spanischen Sommer. Zu diesem gehört nämlich ein Phänomen:

Leben in Spanien

Plötzlich ausgewandert

Beim letzten Deutschlandbesuch fragte meine Cousine: “Und wie ist das so, Du bist ja jetzt ausgewandert?” “Jetzt bin ich die Ausländerin.” antwortete ich. Viel mehr fiel mir nicht ein. Das Gefühl, in einem anderen Land zu leben, lässt sich schwer in Worte fassen. Und sich einzugestehen, dass man vielleicht nie zurückkommt, ist nicht weniger schwierig. Als wir damals nach Spanien gezogen sind, war es ja zunächst nur ein Versuch. Wir hatten einige Jahre in Berlin gelebt und immer wieder tauchte das Thema auf: “Wollen wir irgendwann mal in Spanien leben?” Und wenn ja, wann? Jetzt oder nie! So kamen wir

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